Der Diamant, Symbol der Ewigkeit, ist zweifellos der begehrteste Edelstein in der Juwelierkunst. Unangefochten hat er seit über einem Jahrhundert seinen festen Platz in der Tradition der Verlobungsringe. Auch heutzutage sind fast acht von zehn Verlobungsringen mit ihm besetzt, was ihn ein Inbegriff des gemeinsamen Engagements sein lässt.
Aber nicht alle Diamanten sind weiss!
Während der weisse Diamant oft mit kristalliner Reinheit und aussergewöhnlichem Glanz assoziiert wird, sind auch bestimmte farbige Diamanten – gelb, grün, blau, rosa – in der Haute Joaillerie bekannt und beliebt. Sie haben einen besonderen Stellenwert aufgrund ihrer Seltenheit und ihres ganz besonderen Glanzes.
Andere Diamantfarben wurden lange Zeit vom Markt vernachlässigt. Dies gilt für braune Diamanten und insbesondere für den Schokoladen-Diamanten, der sich durch die Tiefe seiner Farbe sowie die Brillanz der Reflexe auszeichnet. Gemmyo hat das Potenzial des einst in Vergessenheit geratenen Diamanten mit der verführerischen, warmen Farbe erkannt. Er etabliert sich allmählich in der Welt der Juwelierkunst und bietet eine kreative Alternative zum traditionellen weissen Diamanten.
Für seine Geschichte müssen wir einige Milliarden Jahre zurückgehen.
Die Geschichte des Schokoladen-Diamanten
Bevor wir auf die zeitgenössische Geschichte des schokoladenbraunen Diamanten eingehen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie in unserem Leitfaden zum Diamanten mehr über dessen Geschichte und seinen historischen Kontext erfahren.
Um die moderne Geschichte des Schokoladen-Diamanten zu kennen, ist das Jahr 1979 erwähnenswert, als die Geologin Maureen Muggeridge die Argyle-Diamantenmine in der Kimberley-Region im äussersten Norden von Westaustralien entdeckte.
Obwohl braune Diamanten schon so lange bekannt sind wie der Diamantenabbau selbst, wurden sie früher kaum geschätzt. Sie waren weniger begehrt als farblose Diamanten. In einigen Kulturen der Antike dienten farbige Diamanten als Symbol für einen bestimmten sozialen Status, doch erst im 20. Jahrhundert begann man braune Diamanten zu schätzen.
Über mehrere Jahrzehnte hinweg war die Lagerstätte in Westaustralien die wichtigste Quelle für braune Diamanten und entsprach etwa 80 % der weltweiten Produktion. Es ist somit vor allem dieser Mine zu verdanken, dass der Schokoladen-Diamant auf dem Schmuckmarkt nach und nach an Beliebtheit gewonnen hat.
Seit der Schliessung der Mine im Jahr 2020 verstärkt sich die Seltenheit der braunen Diamanten auf dem Markt weiterhin.
Die zunehmende Beliebtheit dieser Diamantkategorie führte zu einem wachsenden Interesse der Juwelierhäuser an braunen Diamanten, insbesondere an Schokoladen-Diamanten.
Die Herkunft des Schokoladen-Diamanten
Bei Gemmyo stammt der Schokoladen-Diamant aus Australien. – Das Land, das für eine der weltweit grössten Lagerstätten an braunen Diamanten bekannt wurde: die Argyle-Mine.
Die Eigenschaften des Schokoladen-Diamanten
Mit einem Anteil von 99 % Kohlenstoff sind alle Diamanten wahre Juwelen der Natur, die etwa 3,3 Milliarden Jahre alt sind.
Aber warum ist dieser Edelstein so aussergewöhnlich?
1. Der härteste Stein der Welt
Zunächst muss man sich bewusst sein, dass ein Schokoladen-Diamant nichts anderes als ein vollwertiger Diamant ist. Seine chemische Struktur entspricht der eines klassischen weissen Diamanten. Zudem ist seine Härte mit einem Wert von 10/10 auf der Mohs-Skala unübertroffen, was ihn zum härtesten Stein der Welt macht. Nur ein anderer Diamant kann einen Diamanten zerkratzen! Leider ist der Diamant dennoch nicht unzerbrechlich. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Leitfaden zum Diamanten.
2. Eine unverwechselbare Farbe
Wie Sie sicherlich erkannt haben, unterscheiden sich weisse und Schokoladen-Diamanten hauptsächlich in ihrem Farbton. Die schokoladenbraune Farbe lässt sich auf leichte plastische Verformungen des Kohlenstoff-Kristallgitters zurückführen, die unter extremem Druck im Erdmantel entstanden sind. Das Phänomen verleiht dem Stein seinen tiefbraunen Schimmer, ohne seine Festigkeit zu beeinträchtigen.
Eine intensive, einhüllende Farbe offenbart verführerische Nuancen mit strahlendem Glanz. Dadurch ist der Edelstein ideal für alle, die diskreten, unaufdringlichen Luxus suchen.
3. Klassifizierung der Nuancen
Braune Diamanten lassen sich nach der Fancy-Color-Skala des Gemological Institute of America (GIA) klassifizieren, die von Fancy Light bis Fancy Intense reicht (wobei der Schokoladen-Diamant in der Regel der Kategorie Fancy Intense Brown oder Fancy Deep Brown zugeordnet wird). Die berühmte australische Argyle-Mine hat zudem eine eigene Farbskala entwickelt. Mithilfe dieser werden die Diamanten von hell bis dunkel eingestuft: die Abstufungen von C1 bis C4 stehen für die Champagner-Farbe, C5 bis C7 für die Cognac-Farbe und C7 bis C8 für die Schokoladen-Farbe.
Der Wert eines schokoladenbraunen Diamanten hängt von seinem Schliff, seinem Karatgewicht, aber vor allem von seiner Farbe ab. Letztere soll intensiv und gleichmässig sein, ohne zu helle oder zu dunkle Stellen aufzuweisen. Die Schokoladen-Diamanten bei Gemmyo entsprechen der sogenannten Edelsteinqualität («qualité gemme») und zeichnen sich gemäss der Argyle-Skala durch eine Farbe zwischen C7 und C8 sowie gemäss dem GIA-Gemmologielabor einem Reinheitsgrad von SI oder höher aus. Die Diamanten müssen zudem aus verantwortungsvollen und ethischen Quellen stammen, um als solche bezeichnet werden zu können.
4. Die Seltenheit des Schokoladen-Diamanten
Etwa 15 % der weltweit geförderten Diamanten sind braun. Allerdings weisen die meisten der abgebauten Steine verschiedene Einschlüsse oder eine unzureichende Transparenz auf, wodurch sie nicht für die Schmuckherstellung in Frage kommen. Nur ein geringer Anteil der Diamanten erfüllt die erwarteten Qualitätsanforderungen. Somit stellt unter all den verschiedenen Brauntönen bei Diamanten die tiefe, gleichmässige Färbung des Schokoladen-Diamanten eine besondere Seltenheit dar.
Häufig gestellte Fragen
Sind Schokoladen-Diamanten selten?
Braune Diamanten kommen in der Natur relativ häufig vor. Schokoladenbraune Diamanten in Edelsteinqualität mit einer tiefen Farbe und ohne Einschlüsse sind jedoch seltener.
Einige der Juwelierhäuser suchen nach Diamanten, die ganz bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Die diesen Kriterien entsprechenden Diamanten können noch seltener sein.
Der Farbton spielt bei einem Schokoladen-Diamanten eine besonders wichtige Rolle und beeinflusst seinen Preis erheblich. Das Gewicht des Steins sowie seine Reinheit bestimmen ebenfalls seinen Wert. Infolge der Schliessung der Argyle-Mine sind die Preise für braune Diamanten tendenziell im Aufwärtstrend.
Welcher Qualität entsprechen die Schokoladen-Diamanten bei Gemmyo?
Bei Gemmyo zeichnen sich die Schokoladen-Diamanten durch eine SI-Qualität aus. Der Reinheitsgrad entspricht Small Inclusions (kleinen Einschlüssen), die mit blossem Auge in der Regel nicht erkennbar sind, was im Schmuckbereich eine sehr geschätzte Qualität darstellt.
Ist ein schokoladenfarbener Diamant als Verlobungsring geeignet?
Der schokoladenfarbene Diamant ist eine warme Alternative zum weissen Diamanten. Ringe, Anhänger, Ohrringe, Halsketten … Seit einigen Jahren hat er sich einen Namen in der Juwelierkunst gemacht.
Als Alternative zum traditionellen weissen Diamanten strahlt der schokoladenfarbene Diamant nicht weniger bezaubernd. Was unterscheidet ihn jedoch? Seine köstliche, kreative Farbe, die (auf genussvolle Weise) neue Massstäbe setzt.
Wie Sie sicher verstanden haben, ist das für uns ein klares Ja: Der schokoladenfarbene Diamant besitzt alle Eigenschaften als perfekter Begleiter Ihres Verlobungsrings … mit einem zusätzlichen Hauch an Originalität!
Wie wählt man einen schokoladenfarbenen Diamanten aus?
Bei der Auswahl eines Schokoladen-Diamanten empfiehlt es sich, auf eine gleichmässige Farbe zu achten. Zudem sollten Sie die Intensität sowie die Tiefe des Farbtons prüfen, da diese ihn so einzigartig sein lassen. Die gängigsten Schliffe wie Rundbrillant, Kissen- oder Radiant-Schliff sorgen für eine gute Lichtreflexion und bringen seine braune Farbe besonders gut zur Geltung.
Schokoladenfarbene Diamanten lassen sich gut mit weissen, cognac- und champagnerfarbenen Diamanten oder anderen farbigen Edelsteinen kombinieren, um elegante, moderne Kontraste zu schaffen.
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Welches Metall eignet sich am besten mit einem schokoladenbraunen Diamanten?
Mit seiner warmen Farbe harmoniert der Schokoladen-Diamant wunderbar mit Gelbgold und Roségold. Das Ensemble mit einem der beiden Metalle wirkt natürlich und ausgeglichen.
Die verführerische, üppige Farbe lässt ihn ein idealer Stein für moderne Kreationen mit zeitgemässem Flair sein, um gleichzeitig dezent und strahlend zu wirken.
Wie pflegt man seinen Diamanten richtig?
Wie alle Diamanten weist auch der Schokoladendiamant eine aussergewöhnliche Härte von 10 auf der Mohs-Skala auf. Er eignet sich daher für den täglichen Gebrauch, auch als Verlobungsring.
Diamanten sind zwar kratzfest, aber nicht bruchsicher. Die extreme Härte kann ein Risiko darstellen. Tatsächlich ist ein Diamant so hart, dass er Stösse nur schwer abfedern und daher in tausend Stücke zerspringen kann. Keine Panik, das kommt nur sehr selten vor! Wir empfehlen Ihnen jedoch, Ihren Diamanten gut zu pflegen und ihn regelmässig zu säubern.
Die Pflege ist ganz einfach: Reinigen Sie den Diamanten mit lauwarmem Wasser und Seife sowie einer weichen Bürste. Sie können eine Zahnbürste mit weichen Borsten oder eine kleine, speziell für Schmuck entwickelte Bürste verwenden und dann vorsichtig bürsten. Spülen Sie ihn anschliessend mit klarem Wasser ab und trocknen Sie Ihren Diamanten mit einem weichen Tuch.
Zu welchem Anlass verschenkt man einen Schokoladen-Diamanten?
Mit seinem Glanz und einer intensiven, verführerischen Farbe ist der schokoladenfarbene Diamant eine Referenz in der Schmuckwelt und eignet sich für jeden Anlass!
Seine extreme Härte und Langlebigkeit machen ihn zum idealen Edelstein für Verlobungsringe. Als wahres Symbol verbindet er den klassischen, zeitlosen Charme des Diamanten mit einer warmen, kreativen Note.
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